Vor einigen Jahren wurden sämtliche Daten zwischen Grafik und Druckvorstufe offen und einzeln verschickt. Unterschiedliche Systeme bei den einzelnen Benutzern, verursachten oft gravierende, kostenintensive Fehler. Mit PDF X3 wurde dieses Problem nun gelöst. PDF X3 verspricht Qualitätssicherung, indem es erstmals die digitale Übermittlung sämtlicher Daten wie Bilder, Illustrationen, Schriften und Layout in einem einzigen Dokument ermöglicht
GFS Communications AG führte vor bald drei Jahren erfolgreich einen PDF X3-Workflow auf Basis von ProofYourself ein. Die Druckvorstufen-Prozesse wurden standardisiert und erfüllen heute alle Qualitäts-Anforderungen für unterschiedliche Druck-Standards. Im April 2002 wurde der ISO-Standard 15930-3:2002 (PDF X3) verabschiedet, der die Übermittlung digitaler Druckvorlagen auf der Grundlage von PDF regelt. Mit diesem Standard steht erstmals ein Instrument zur Verfügung, um das bereits sehr populäre Dateiformat PDF in der grafischen Industrie sicher und flexibel zugleich umzusetzen. Dies bietet sowohl Herstellern wie sämtlichen Dienstleistern die dringend nötige, verlässliche Basis für die Entwicklung und Einführung zeitgemässer Lösungen und Arbeitsabläufe.
Nicht jedem mag auf den ersten Blick notwendig erscheinen, die Übermittlung digitaler Druckvorlagen durch einen ISO-Standard zu regeln. Schlie§lich ist es auch in der Vergangenheit wenn auch nicht immer problemlos gelungen, Druckvorlagen zu erstellen und an Verlage und Druckereien zu übermitteln. Dennoch hat sich in den letzten Jahren in der grafischen Industrie so viel geändert, dass eine Orientierung, wie sie ein ausgereifter und praxisnaher ISO-Standard bieten kann, mehr als wünschenswert erscheint.
Genau hier setzt PDF X3 an und legt genau fest, welche Mindestanforderungen eine PDF X3-Datei erfüllen muss, und welche Eigenschaften nicht zulässig sind, weil sie die verlässliche Verarbeitung stören könnten. In der nachfolgenden Übersicht sind die wichtigsten Aspekte aufgeführt.
Qualitäts-Sicherung durch PDF X3 (gegenüber normalen PDFs)
- Schriften und Bilddaten sind eingebettet
- OPI-Kommentare sind verboten
- Transferkurven sind verboten
- TrimBox ist definiert
- BleedBox ist definiert und enthält den Beschnitt
- Kommentare und Formularfelder sind verboten
- Verschlüsselung ist verboten
- PDF Version 1.3 (Kompatibilität zu Acrobat 4)
- Transparenzen werden umgerechnet
